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Was bedeutet Wärmebelastung?

Publiziert am: 16.06.2014 in Wetterlexikon

Temperaturempfinden ist subjektiv, denn der Wärmehaushalt des Menschen reagiert nicht nur mit der Lufttemperatur. Wichtig sind auch die Windgeschwindigkeit, die Feuchte und die Wärmestrahlung der Atmosphäre. Daneben ist auch noch entscheidend, ob man sich bei sonst identischen meteorologischen Bedingungen im Freien körperlich hart arbeitet oder ruhig im Schatten sitzt.

Der Mensch passt sich über die Variation seiner Bekleidung im Jahresgang weitgehend an die thermischen Umgebungsbedingungen an. Während einer großen Zahl von Tagen im Jahr kann so optimale Behaglichkeit erreicht werden. Wärmebelastung trotz Sommerkleidung und Kältereiz trotz Winterkleidung liegen vor, wenn bestimmte Schwellen überschritten werden. Die Thermoregulationsmechanismen des Organismus werden dann zunehmend gefordert. Die damit verbundene Veränderung der Durchblutung mit verstärktem Schwitzen bei Wärme bzw. Erhöhung des Energieumsatzes z. B. durch Zittern bei Kälte weisen auf die Belastung des Herz-Kreislauf-Systems und der Atmung hin.Anhand der gefühlten Temperatur ist in der Tabelle nach bestimmten Richtlinien eine physiologisch gerechte Bewertung des thermischen Empfindens umgesetzt. (PMV-Index=Predicted Mean Vote = Index für das persönliche Wohlbefinden).
 

Gefühlte Temperatur und thermische Beanspruchung nach VDI 3787 Blatt 2

Temperatur Grad Thermisches Empfinden Thermophysiologische Beanspruchung
 unter -39  sehr kalt  extremer Kältestress
 -39 bis -26  kalt  starker Kältestress
 -26 bis -13  kühl  mäßiger Kältestress
 -13 bis 0  leicht kühl  schwacher Kältestress
 0 bis +20  behaglich  Wohlbefinden möglich
 +20 bis +26  leicht warm  schwache Wärmebelastung
 +26 bis +32  warm  mäßige Wärmebelastung
 +32 bis +38  heiß  starke Wärmebelastung
 über +38  sehr heiß  extreme Wärmebelastung

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