Das Gebet der Kleinmagd

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Eine Bauersfrau hatte eine Kleinmagd, die nicht aus den Federn konnte. Wenn die morgens gerufen wurde, hatte sie allemal die Ausrede:
„Komme gleich, muß nur noch meinen Morgensegen beten.“
Eines Morgens wurde die Frau das Ausbleiben zu arg. Sie schlich sich an die Kammertür und vernahm: „Ach“, gähnte die Magd, dehnte sich und „betete“ in einem Seil immer wieder von vorn,
„’s es nerjends schenner bie em Bett, do eß net so waarm on net so kalt — ach, bann ich doch noch ee wingche geschloffe kinn!“ 1)

1) Ach, es ist nirgends schöner als im Bett , da ist es nicht so warm und nicht so kalt — wenn ich doch noch ein wenig schlafen könnte.

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