Das Wetter aus dem Rotkäppchenland
Regionale Informationen rund um das Wetter
24 Std. Live Wetter

Was ist der UV-Index?

Publiziert am: 24.07.2014 in Wetterlexikon

Der UV-Index (abgekürzt: UVI) ist ein Maß für die höchste sonnenbrandwirksame Bestrahlungsstärke, die von der Sonne während des Tages auf einer horizontalen Fläche hervorgerufen wird.
Es wurde international festgelegt, UVI stets in ganzen Zahlen anzugeben. Diese Vereinbarung wird bei der Veröffentlichung der UVI-Prognose und der ermittelten UVI-Tageswerte auf den Internetseiten des BfS berücksichtigt. Häufig werden aber auch Tagesgänge von UVI-Werten oder momentane UVI-Werte, oft sogar mit Nachkommastellen, veröffentlicht. Nach der UVI-Definition ist dies nicht korrekt, es kann aber hilfreich sein, um die momentane, beziehungsweise die im Verlauf eines Tages auftretende Strahlenbelastung zu veranschaulichen.

 

UVI – eine weltweit einheitliche Größe

Ein UVI 7 in Deutschland ist genauso zu bewerten wie der gleiche Wert in Kenia oder Kanada. Am Äquator beträgt der UVI bei unbedecktem Himmel auf Meereshöhe etwa 12. In Deutschland werden im Sommer UVI-Werte bis 8 erreicht, in den Hochlagen der süddeutschen Gebirgsregionen sogar noch höhere Werte. Je höher der UVI an einem Tag ist, desto schneller kann bei ungeschützter Haut ein Sonnenbrand auftreten.

 

UVI – Einflussfaktoren

Der UVI hängt vor allem vom Sonnenstand ab; er ändert sich daher am stärksten mit der Jahreszeit und der geografischen Breite. Die Gesamtozonkonzentration in der Atmosphäre (nicht zu verwechseln mit der bodennahen Ozonkonzentration bei „Sommersmog“), die Bewölkung und die Höhenlage eines Ortes spielen ebenfalls eine Rolle. Leichte Bewölkung verringert den UVI kaum. Dagegen kann sich der UVI bei besonderen Bewölkungssituationen durch zusätzliche Streustrahlung gegenüber dem UVI bei klarem Himmel sogar erhöhen.

 

Reflexion erhöht die Intensität

Da sich der UVI stets auf eine horizontale Fläche bezieht, beeinflussen Reflexionen an Sand und Schnee die Höhe des UVI nur geringfügig, wenn die reflektierenden Flächen unterhalb der Bezugsebene liegen, auf der die einfallende UV-Strahlung gemessen wird, da dann die reflektierte Strahlung vom Messsystem nicht erfasst wird. Auf Schnee, auf dem Wasser und am Strand auf hellen Sandflächen ist die Strahlenbelastung aufgrund der reflektierten UV-Strahlung aber oft höher als der UVI angibt, so dass in solchen Situationen besonders auf einen ausreichenden Sonnenschutz zu achten ist.

UV-Index und empfohlene Schutzmaßnahmen

UV-Index

Belastung

Schutzmaßnahmen1

8 und höher

sehr hoch

Erweiterte Schutzmaßnahmen erforderlich:

  • Aufenthalt außerhalb des Hauses in den Mittagsstunden möglichst vermeiden
  • auf jeden Fall Schatten aufsuchen
  • entsprechende Kleidung, Hut und Sonnenbrille unbedingt nötig, für unbedeckte Haut unbedingt Sonnenschutzmittel mit ausreichendem Lichtschutzfaktor (mindestens doppelter UV-Index) verwenden.

6 – 7

hoch

Schutzmaßnahmen erforderlich:

  • während der Mittagsstunden Schatten aufsuchen
  • entsprechende Kleidung, Hut und Sonnenbrille nötig, für unbedeckte Haut Sonnenschutzmittel mit ausreichendem Lichtschutzfaktor (mindestens doppelter UV-Index) verwenden.

3 – 5

mittel

0 – 2

niedrig

keine Schutzmaßnahmen erforderlich.

 

entsprechend der Empfehlung der deutschen Strahlenschutzkommission (SSK) vom Juni 2004

 

 

Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)

 

Schlagworte: